Manchmal frage ich mich, was mit einem Menschen geschieht, wenn er aufhört, sich selbst, andere Menschen und das Leben zu bewerten.
Nicht „gut“ oder „schlecht“.
Nicht „richtig“ oder „falsch“.
Nicht „es sollte so sein“ oder „es sollte nicht so sein“.
Einfach — es ist.
Eine Blume bewertet sich nicht dafür, dass sie noch nicht erblüht ist.
Ein Baum vergleicht sich nicht mit einem anderen Baum.
Ein Fluss fragt sich nicht, ob er richtig fließt.
Und der Mensch spricht ständig Urteile über sich selbst.
Vielleicht ist es genau die Bewertung, die diese Trennung erschafft, in der wir leben:
Ich bin so, aber ich sollte anders sein.
Mein Leben ist so, aber es sollte anders sein.
Dieser Mensch ist gut, jener ist schlecht.
Doch was bleibt, wenn die Bewertung verschwindet?
Beobachtung.
Gegenwärtigkeit.
Leben.
Und plötzlich entsteht ein ganz stiller Raum in uns.
Vielleicht haben wir genau diesen Raum einmal Paradies genannt.
Nicht als einen Ort, an den wir gelangen müssen.
Sondern als einen Zustand, in dem wir nicht mehr gegen das kämpfen müssen, was bereits da ist.
Das Paradies erscheint dort, wo die Bewertung verschwindet.
Was geschieht in dir, wenn du aufhörst, dich selbst zu bewerten, und dir einfach erlaubst, zu sein?